Stationäre Einrichtung – Heimat oder Gefängnis?

21.02.2020

Am Freitag, den 14.02.2020 informierten die Referentinnen des Wilhelm-Löhe-Heims, Mara Danner und Stefanie Litza, die Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik über ihr Berufs- und Arbeitsfeld.

Am Freitag, den 14.02.2020 informierten die Referentinnen des Wilhelm-Löhe-Heims, Mara Danner und Stefanie Litza, die Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik über ihr Berufs- und Arbeitsfeld. Das Wilhelm-Löhe-Heim Traunreut ist eine heilpädagogisch-therapeutische Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf.
Die Arbeit im Bereich Eingliederungshilfe und Hilfe zur Erziehung ist ein zentrales zukünftiges Berufsfeld, auf das die Studierenden vorbereitet werden müssen. Die Herausforderungen in diesem Bereich reichen von Überforderung in Familien, über Anpassungsschwierigkeiten bei Heranwachsenden bis hin zur physischen und psychischen Gefährdung von Jugendlichen.

Nachdem die Referentinnen zunächst ihre Einrichtung vorgestellt hatten, berichteten sie über das übergeordnete Ziel ihres pädagogischen Konzepts - den Kindern und Jugendlichen für einen vereinbarten Zeitraum ein Zuhause zu geben und in diesem Rahmen Schutz, individuelle Förderung, Führung und Begleitung auf ihrem Weg zu einer sinnvollen Lebensgestaltung anzubieten.

Der Aufgabenbereich einer Erzieherin im Wilhelm-Löhe-Heim ist breit gefächert, so muss unter anderem mit Heranwachsenden umgegangen werden, die eine geistige oder seelische Behinderung haben. Des Weiteren sind Jugendliche mit speziellem Förder- und Therapiebedarf in der Einrichtung, wie z.B. mit Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität, Traumata, Ängsten, Verhaltensauffälligkeiten oder autistischen Störungen.

 

Um den Klienten der Einrichtung eine professionelle Unterstützung anbieten zu können, ist die vernetzte Zusammenarbeit mit anderen spezialisierten Einrichtungen wie zum Beispiel dem Autismus-Kompetenznetzwerk-Oberbayern unerlässlich.

Nach dem sehr informativen Überblick zur Einrichtung, stellten die beiden Referentinnen anonymisierte Fälle aus der Praxis dar. Für die Studierenden war dies besonders interessant, da sie dadurch einen realitätsnahen und zugleich spannenden Einblick ins Berufsfeld erhalten haben. 

An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an das Referententeam vom Wilhelm-Löhe-Heim.

Wilhelm Löhe Heim

Staatliches Berufliches Schulzentrum Traunstein, Schnepfenluckstraße 12, 83278 Traunstein, Tel.: +49  861 - 986000, nfbsz-tsbyrnd